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You are currently viewing Foodguide Amsterdam – 6 Adressen für den kleinen und großen Hunger

Gutes Essen gehört für mich einfach zu einer guten Reise dazu. Doch manchmal ist es gar nicht so einfach die richtigen Adressen für Foodies in einer anderen Stadt bzw. in einem anderen Land zu finden. Während unserer Amsterdam-Reise haben wir so einige Foodspots in der niederländischen Hauptstadt ausprobiert. Wo wir waren und was uns am aller besten geschmeckt hat, erfährst du in diesem Beitrag.

Streetfood in Amsterdam

Um Streetfood kommt man in Amsterdam einfach nicht herum. An jeder Ecke gibt es holländische Pommes mit verschiedenen Soßen und Toppings und auf den zahlreichen Märkten reiht sich ein Stand mit Essen an den nächsten. Wir haben De Hallen Amsterdam, einen Komplex aus vielen großen Hallen, in denen es Bücher, allerlei Handgemachtes und natürlich auch jede Menge Essen gibt, besucht. Die Foodhalle ist an (Essens-)Vielfalt gar nicht zu übertreffen.

Neben den Traditionellen niederländischen Bitterballen gibt es dort Streetfood aus aller Welt. Ich habe mich für ein modern interpretiertes Hotdog mit Laugenbrötchen und Sauerkraut entschieden. Sehr lecker, aber mit 9€ auch recht teuer, sowie alles in der Halle. Bei unserem Besuch Samstagmittag war es leider auch sehr voll. Kleiner Tipp: Wenn man mit mehreren dort ist, erst einen Tisch aussuchen und dann das Essen holen. Oder eben außerhalb der „Rushour“ und unter der Woche in die Markthalle gehen.

De Foodhallen Amsterdam
Kulinarische Vielfalt in De Hallen Amsterdam

Wer so richtig typisch niederländisches Essen probieren möchte, der geht am besten zu Febo. Das ist ein Automaten-Restaurant, das es eigentlich überall in Amsterdam gibt. In den Automaten findet man die bereits erwähnten Bitterballen, eine Art runde Kroketten aus Kartoffel, die meistens mit einer Fleischpaste gefüllt sind. Aber auch Frikandel, niederländische Fleischrollen aus Hackfleisch, die durch ihre Form an Würste erinnern, kann man dort gegen wenig Geld aus dem Automaten bekommen. Ansonsten gibt es natürlich auch das übliche Fastfood, wie z.B. Burger. Klar ist, dass man aus den Automaten nicht das feinste Gourmet-Essen bekommt, aber für den kleinen Hunger sind sie eine gute und günstige Anlaufstelle.

Snacks bei Febo
Snacks aus dem Automaten gibt es bei Febo

Amsterdam für Naschkatzen

Um bei den niederländischen Spezialitäten zu bleiben, folgt jetzt eine Adresse für hausgemachte Stroopwafel. Stroopwafel sind flache runde Waffeln, die von außen kross (wie eine Eiswaffel) und mit Sirup gefüllt sind. Die traditionelle Stroopwafel ist mit Karamell gefüllt, es gibt mittlerweile aber auch viele andere Varianten. Das niederländische Gebäck findet man in Amsterdam fast überall und in ganz ausgefallenen Geschmacksrichtungen. Ich habe mich für die traditionellen Waffeln bei der Lanskroon Bakery entschieden. Wir hatten sogar Glück und haben einen der fünf Tische in der kleinen Bäckerei ergattern können. Mit einem frischen Ingwertee in der einen und der Stroopwafel in der anderen Hand konnten wir uns so in gemütlicher Atmosphäre vom Sightseeing erholen.

Stroopwafel Amsterdam
Typisch niederländisch: Stroowafel

Gleich um die Ecke von der Bäckerei gibt es schon das nächste kulinarische Highlight: Schokoekse von Van Stapele. Diese Keks-Bäckerei ist so bekannt, dass es am Wochenende eine lange Schlange davor gibt und man mit langen Wartezeiten rechnen muss. Lohnt sich die Warterei denn wenigstens? Jein! Wir haben ca. 25 Minuten gewartet, um an ein paar Exemplare der warmen Schokokekse mit einem Kern aus flüssiger weißer Schokolade zu kommen. Die Kekse waren wirklich sehr lecker, aber jetzt auch nicht so viel besser als die, die ich schon Zuhause gebacken habe. Was neben dem Geschmack noch für die Kekse spricht: Das Drumherum. Die kleine Bäckerei ist wirklich sehr niedlich und die Kekse werden total schön präsentiert. Die helblaue Verpackung gibt einem außerdem das Gefühl, dass man ein wirklich hochwertiges Produkt in den Händen hält. Schokoliebhaber kommen hier auf ihre Kosten, aber müssen auch Zeit und Geld dafür aufwenden.

Kekse von van Stapeles
Schokoholics aufgepasst – Schokokekse bei Van Stapele

Amsterdam: Adressen für den großen Hunger

Als ich 2020 das erste Mal in Amsterdam war (allerdings nur für einen Tag), habe ich bereits die Burger bei Geflipt probiert. Und damals hat es mir schon so gut geschmeckt, dass ich auch bei der letzten Amsterdam-Reise zum Wiederholungstäter wurde. Der Laden in der Nähe vom Albert Cuyp Markt ist klein und „hip“, die Karte ebenfalls. Neben einer Hand voll Burger sind auf der Speisekarte auch einige Snacks, Sandwiches, Desserts und Getränke zu finden. Preislich bewegen sich die Burger bei ca. 15€. Hinweis: Die Burger Patties werden medium serviert. Wer sein Fleisch lieber „well done“ hätte, der sollte vorher Bescheid geben. Außerdem ist eine Reservierung sehr empfehlenswert, da in den Laden grade mal 20 Leute reinpassen.

Burger bei Geflipt
Leckere Burger gibt es bei Geflipt

Am letzten Abend haben wir es uns nochmal richtig gut gehen lassen und Tapas bei Castillo Tapas y Steaks gegessen. Das Restaurant liegt in der Reguliersdwaarsstraat, also ziemlich zentral. Es ist urig eingerichtet und im hinteren Teil des Ladens gibt es sogar eine kleine Feuerstelle. Wir haben uns einmal queer durch die Tapas-Karte probiert und bis auf ein paar Kleinigkeiten hat uns alles sehr gut geschmeckt. Außerdem hatte das Restaurant ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir haben Amsterdam insgesamt als sehr teuer empfunden und grade Tapas können ja ganz schön ins Geld gehen. Doch bei Castillo Tapas y Steaks sind wir noch recht günstig davon gekommen, sodass sogar noch ein Sangria zum Abschluss drin war!

Tapas in Amsterdam
Ein Stück Spanien in den Niederlanden: Castillos Tapay y Steaks

Essen in Amsterdam – Fazit

Insgesamt haben wir in Amsterdam sehr gut gegessen. Am besten haben mir die Niederländischen Kleinigkeiten (Bitterballen und Stroopwafel) geschmeckt. Wenn man ein Wochenende mit mehr als zwei Personen in Amsterdam verbringt, dann sollte man auf jeden Fall vorher in den Restaurants seiner Wahl reservieren. Wir haben das nur für den Freitagabend getan und waren am Samstag ein bisschen aufgeschmissen, weil fast nichts mehr frei war. Das gilt übrigens auch für die Bars. Spontan gegen 20 Uhr irgendwo in einer einigermaßen schicken Bar einen Platz zu bekommen grenzt an ein Wunder. Liegt aber natürlich auch daran, dass die meisten Gebäude in der Innenstadt von Amsterdam recht klein und somit schnell voll sind.

Außerdem haben wir Amsterdam als teuer empfunden. Egal, ob Hotel, Aktivitäten oder Essen. Auf den Märkten war das Essen noch bezahlbar, aber zwischendurch wollten wir uns auch mal irgendwo hinsetzten und das war schon problematischer. Allerdings waren wir auch im April in Amsterdam, also zur Tulpenblühte und somit zur Hauptreisezeit. In der Nebensaison ist es wahrscheinlich deutlich entspannter.

amsterdam

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Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

  1. Miriam

    Liebe Lara,
    Ich bin gerne in Amsterdam und den Niederlanden – meine Mama wohnt nahe der Grenze und wenn ich sie besuche, fahren wir gerne mal rüber, um Fritten und Kaassoufflé zu essen 🙂 Bei uns in Hannover gab es diese Automaten neulich auch mal kurzzeitig am Hauptbahnhof, sie wurden aber offenbar nicht angenommen, nach wenigen Monaten sind sie wieder abgebaut worden – noch ehe ich probieren konnte.
    Auch wenn ich normalerweise gerne gut essen gehe – in der Niederlande sind Fritten einfach Pflicht.
    Liebe Grüße von Miriam von Nordkap nach Südkap

  2. Super, leider habe ich Deinen tollen Artikel mit einem riesen Loch im Magen gelesen 🙂
    Na wenn das kein Grund für einen neuerlichen Trip nach Amsterdam ist, dann weiß ich bei all den Leckereien auch nicht.
    Da ich das heute Abend aber nicht mehr schaffe, werde ich jetzt mal ein paar Pommes in der hauseigenen Küche zaubern.
    Ein bisschen angefixt hast Du mich ja damit jetzt schon 🙂

    Liebe Grüße, Katja

  3. Steffi

    Huhu,

    ich habe gar nicht gewusst das Amsterdam eher teuer ist. Habe Immer gedacht das es eher erschwinglich ist. Also definitiv auch eine Stadt wo man genau darauf achten muss, wo man isst oder welche Aktivitäten man unternehmen möchte. Danke für die ganzen Tipps und auch den leckeren Fotos… Nun habe ich Hunger 😉

    LG
    Steffi

    1. Lara

      Hallo Steffi,
      preislich kommt es natürlich auch immer ein bisschen drauf an, wann, wo und wie man essen möchte. Es gibt auch die günstige Frittenbude an der Ecke und außerhalb der Tulpenblüte ist Amsterdam bestimmt auch noch ein bisschen günstiger.

      Gruß
      Lara

  4. Jana

    Meine Tochter und ich waren vor Jahren mal in Amsterdam und wollten dort so gern mal die Fritten probieren, hatten uns im Käsehaus zuvor aber schon den Bauch so vollgeschlagen, dass danach kein Appetit mehr übrig war 🙂 Aber wenn ich mir deine Eindrücke hier so anschaue, muss ich irgendwann nochmal in die Stadt mit den vielen Grachten! Der Burger sieht lecker aus! Da sind doch Pilze drauf, oder? Ich liebe Pilze!

    Liebe Grüße
    Jana

    1. Lara

      Hallo jana,
      Amsterdam hat definitiv mehr als „nur“ Fritten zu bieten. Ja, es sind Pilze und ich liebe Pilze auch auf meinem Burger!

      Gruß
      Lara

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